Wie das Smartphone unser Verhalten verändert. Heute: Endlich Ruhe in der S-Bahn!

Eine Kolumne von Tanja Fischer (fashiongirl):

Smarthone trends 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute möchte ich einmal über einen Trend berichten, der mir schon lange unter den Fingern brennt. Vom Handy zum Smartphone. Wie sich dieser Trend auf das gesellschaftliche Verhalten auswirkt. Oder in kurzen Worten: Endlich Ruhe in der S-Bahn!

Wie jeden morgen fahre ich aus einem Vorort in eine große deutsche Stadt mit Skyline und dem besten Bundesliga Aufsteiger aller Zeiten. Meist lese ich einen spannenden Roman oder träume vor mich hin. Vor ein paar Jahren noch störten mich immer die in der Regel unter 20 jährigen mit endlosem Getratsche und Gerede in einem recht primitivem Ausdruck. Alder, escht, korrekt, gäh und Standard waren die, sich in jedem Satz, wiederholenden Hauptwörter. Seit etwa einem Jahr ist die S-Bahn verstummt. Eine neue App eroberte die Welt und verstummte die deutsche Bevölkerung. What´s app heißt die Antibabbel App und sorgt endlich für Ruhe in öffentlichen Verkehrsmitteln  Geschäften und anderen öffentlichen Plätzen.

Die „Ruhe“ auf der einen Seite birgt jedoch auch eine „Gefahr“ auf der anderen Seite. Nicht, dass die Bevölkerung bald verstummt und das Reden verlernt. Da könnte ich sarkastisch formulieren, dass ein bestimmter Teil unserer Mitmenschen sowieso schon diese Phase erreicht hat.

Nein, die „Gefahr“ ist die Fortsetzung des „whats-appen“ (oder wie heißt das Prädikat sonst in Anlehnung an „simsen“ für den Gebrauch der App) im Straßenverkehr, auf dem Fahrrad oder dem überqueren einer Straße. Einige Damen habe ich schon auf der Frankfurter Zeil fast überrannt, da Sie offensichtlich durch beidhändiges Tippen beim Gehen recht abgelenkt waren.